Deutschland

Statues - Hither & Thither

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Herleshausen
Werra-Meißner-Kreis

Hessen

Lauchröder Straße

Aus der Enge in die Weite

Through the narrowness to the sublime

Kunst an der Grenze
Art on the border
Tobias Michael
2013

Herleshausen /  Aus der Enge in die Weite   Herleshausen /  Aus der Enge in die Weite

Description

Sculpture of a wooden man escaping from a narrow passage between two (not-original) segments of the Berlin wall.

The sculpture forms part of the art trail 'Kunst an der Grenze im Werra-Meißner-Kreis' (Art at the border in the Werra-Meißner district) by Ars Natura. The basic idea of the project Ars Natura is the establishment of art trails on approx. 700 km along the long-distance hiking trails X8, from Korbach to Kyffhäuser and X3, from Höxter to Bad Brückenau. The artistic works produced from ecological materials are thematically related to nature and place and, thanks to their specific landscape environment, stand out in particular - interrelations emerge. In contrast to the narrowness of the museums, landscape-related diversification is the artistic principle of presentation in accordance with the character of rural areas.

Inscription(s)

Tobias Michael, Lauter
Aus er Enge in die Weite
Kunst an der Grenze
Initiiert von Lothar Quanz, vizepräsident
im Hessischen Landtag, in Zusammenarbeit mit dem
Verein für Regionalentwicklung Werra-Meißnet e.V.
ARS NATURA Exterior 2013
www.ars-natura-stiftung.de

Information Sign

Zu diesem Standort. Seit dem 19. Jahrhundert hatte eine steinerne Brücke über die Werra die beiden Dörfer Herleshausen und
Lauchröden verbunden, bis sie in den letzten Kriegstagen 1945 gesprengt wurde. Dann kamen der Kalte Krieg und die Teilung Deutschlands;
die Staatsgrenze verlief in der Flussmitte. Bundesbürger strömten in Bussen an die Werra, um mit dem Fernglas auf die Häuser von Lauchröden
zu schauen. Den Lauchrödenern war es verboten, sich dem Ufer zu nähern. Besucher aus dem Westen durften überhaupt nicht nach Lauch-
röden kommen. Da es im 500 Meter breiten, eingezäunten „Schutzstreifen“ an der Grenze lag, brauchten die Bewohner Passierscheine, um ihr
Dorf innerhalb der DDR zu verlassen oder wieder zurückzukehren. Eine neue Fußgängerbrücke, die die hessischen und thüringischen Nachbarn
wieder verbindet, gibt es seit dem 23. Dezember 1989.

„Aus er Enge in die Weiteʺ
Ein Kunstwerk von Tobias Michael aus Lauter im Erzgebirge

Eine überlebensgroße menschliche Figur, eindrucksvoll auf Wesentliches reduziert, drängt sich aus dem schmalen Spalt zwischen zwei Beton-
blöcken in die Freiheit. Einerseits symbolisiert das Werk an diesem Standort die Befreiung aus dem repressiven System der DDR, das seine
Bürger durch Betonmauern, Stacheldraht und Minen an der Wahrnehmung demokratischer Grundrechte zur umfassenden Entfaltung ihrer
Persönlichkeit hinderte und in ihrer Freizügigkeit drastisch beschnitt, andererseits trägt es auch die universelle Botschaft der sich lohnenden
gewaltigen Anstrengung, ideologische Einengung zu überwinden und selbsttätig den Weg in die Weite zu gehen.

Gemeinsam mit den Bürgermeistern der Gemeinden Herleshausen und Ringgau, Mitgliedern des Vereins für Regionalentwicklung im Werra-
Meißner-Kreis, den künstlerischen Leitern der ARS NATURA-Stiftung, Sponsoren und vielen Bürgern diesseits und jenseits der hessisch-
thüringischen Grenze enthüllte Lothar Quanz, Vizepräsident im Hessischen Landtag und Initiator von "Kunst an der Grenze", am Samstag,
den 09.11.2013, dieses Kunstwerk. Am 9. November 1989 war die Berliner Mauer gefallen, ein Jahr später Deutschland wieder vereinigt.

Dr. Karin Adam

Herleshausen - Aus der Enge in die Weite

Sculptor

Sources & Information

Tags

Locatie (N 50°59'51" - E 10°9'36")

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Item Code: dehs324; Photograph: 9 October 2018
Of each statue we made photos from various angles and also detail photos of the various texts.
If you want to use photos, please contact us via the contact form (in Dutch, English or German).
© Website and photos: René & Peter van der Krogt