Deutschland

Statues - Hither & Thither

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Hann. Münden
Lkr. Göttingen

Niedersachsen

Lange straße 79

Johannes Andreas Eisenbarth

Oberviehtach im Oberpfälzer Wald 1663 - Hann. Münden 1727
German surgeon. He was an oculist and barber-surgeon who specialized in treatment of cataracts, calculus surgery, and the treatment of bone fractures
(Wikipedia)
artist unknown
1927

Hann. Münden /  Johannes Andreas Eisenbarth   Hann. Münden /  Johannes Andreas Eisenbarth

Description

Colored statue on a socle in the façade.

Inscription(s)

In diesem Hause
wirkte und starb
Doktor Eisenbarth
–   –
Er war anders
als sein Ruf

Information Sign

lange strasse 79
Ehemaliges Gasthaus
"Zum wilden Mann"
sterbehaus des
dr. johannes andreas
eisenbart

*1663 †1727
Statuette von 1927 zum
200. Todestag

Annotation

Folk song "das Eisenbarth-Lied", dating from c. 1800. In this song Dokter Eisenbarth brags of his many accomplishments, recalls the many traveling medicine men, who displayed their wares with great showmanship and claimed miraculous cures for all ills.
Ich bin der Doktor Eisenbart,
    Valleralleri, juchhei!*
Kurir die Leut auf meine Art,
    Valleralleri, juchhei!
Kann machen, daß die Blinden gehn
    Valleralleri, juchheirassa!
Und daß die Lahmen wieder sehn.
    Valleralleri, juchhei!

Ein Fräulein schwach und preciös
Verzweifelte und ward nervös.
Da pflanzt´ ich wie das Liebe Vieh
Zehn Jahre in den Kuhstall sie.

Ein Junker soff in Saus und Braus,
Da hakt ich ihm die Kiefer aus.
Er hat wie´n Scheunentor gejappt,
Nie mehr nach Wein und Bier geschnappt.

Vor Hunger war ein alter Filz
Geplagt mit Schmerzen an der Milz.
Ich hab´ ihm Extrapost geschickt,
Wo teure Zeit ihn nicht mehr drückt.

Heut früh nahm ich ihn in die Kur,
Just drei Minuten vor zwölf Uhr
Und als die Glocke Mittag schlug,
Er nicht mehr nach der Suppe frug.

Ein alter Baur´ mich zu sich rief,
Der seit zwölf Jahren nicht mehr schlief,
Ich hab´ ihn gleich zur Ruh gebracht.
Er ist bis heute nicht erwacht.

Es hat ein Mann in Langensalz
Ein Zentner schweren Kropf am Hals.
Den schnürt ich mit dem Hemmseil zu,
Probatum est, er hat jetzt Ruh.

Der Schulmeister von Itzehöh
Litt dreißig Jahr an Diarrhöe.
Ich gab ihm Cremor Tartri ein.
Er ging zu seinen Vätern ein.

Drauf rief mich gleich der große Baar.
Er litt schon lang am grauen Staar.
Ich stach ihm beide Augen aus,
Jetzt ist der Staar wohl auch heraus.

Es hat einmal ein alter Mann
Im Rachen einen hohlen Zahn.
Ich schoß ihn raus mit dem Pistol,
Ach Gott wie ist dem Mann so wohl!

Den Herzog, der vergiftet schien,
Hing ich kopfüber in Kamin,
Wo er in Ruhe kotzen mag
Und trocknen bis zum Jüngsten Tag.

Des Küsters Sohn in Dideldum,
Dem gab ich zehn Pfund Opium.
Drauf schlief er Jahre Tag und Nacht
Und ist bis heut noch nicht erwacht.

Der schönen Mamsell Pimperell
Zersprang einmal das Trommelfell.
Ich spannt ihr Pergament vors Ohr,
Drauf hört sie grade wie zuvor.

Zu Potsdam operierte ich
Den Koch des großen Friederich
Ich schlug ihm mit dem Beil vorn Kopf,
Gestorben ist der arme Tropf.

Zu Ulm kurirt ich einen Mann,
Daß ihm das Blut vom Beine rann.
Er wollte gern gekuhpockt sein,
Ich impft's ihm mit dem Bratspieß ein.

Zu Prag da nahm ich einem Weib
Zehn Fuder Steine aus dem Leib.
Der letzte war ihr Leichenstein.
Die wird wohl jetzt kuriret sein.

Im Wimphen accouchierte ich
ein Kind zur Welt gar meisterlich
Dem Kind zerbrach ich sanft das Genick
Die Mutter starb zum guten Glück

Zu Wien kuriert ich einen Mann
der hatte einen hohlen Zahn
Ich schoß ihn raus mit dem Pistol
Ach Gott, wie ist dem Mann so wohl

Mein allergrößtes Meisterstück,
Das macht ich einst zu Osnabrück.
Podagrisch war ein alter Knab,
Ich schnitt ihm beide Beine ab.

Vertraut sich mir ein Patient,
So mach er erst sein Testament.
Ich schicke niemand aus der Welt,
Bevor er nicht sein Haus bestellt.

Das ist die Art wie ich kurir.
Sie ist probat, ich bürg dafür.
Das jedes Mittel wirken tut,
Schwör ich bei meinem Doktorhut.

* also other variants, like "Zwilliwilliwick, bumbum!", "Va-le-ra-le-ri, juch-he! Widewidewid, bumbum" and others.
In addition to their medical prowess, some of them were a 'one man orchestra'; the more proserous itinerants had one or more instrumentalists with them to attract the crowds. Hence the flute and drum-like phrases, "Twilli, willi, witt, boom boom!"

There is also an English translation, which was published in a book Sing and Dance with the Pennsylvania Dutch, it is more or less like:

O, I am Doctor Eisenbart, Twil-li, wil-li, witt, boom boom!
I'll cure your ills with healing art, Twil-li, wil-li, witt, boom boom!
Now I can Make the dumb to walk, Twil-li, wil-li, witt, boom boom boom!
The lame to see, the blind to talk, Twil-li, wil-li, witt, boom boom!
Sing toriay sing toriay! Twil-li, wil-li, witt, boom boom boom boom!
Singtoriay, sing toriay! Twil-li, wil-li, witt, boom boom!

Sculptor

Sources & Information

Tags

Locatie (N 51°24'56" - E 9°39'4") (Satellite view: Google Maps)

Item Code: dens114; Photograph: 20 January 2011
Of each statue we made photos from various angles and also detail photos of the various texts.
If you want to use photos, please contact us via the contact form (in Dutch, English or German).
© Website and photos: René & Peter van der Krogt

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